CONTACT US

Eines ist gewiss: in Krisensituationen werden unsere Werte und Ideale auf den Prüfstand gestellt. Eigentlich werden sie erst in Krisensituationen sichtbar und bekommen an Bedeutung, sind sie doch zuvor nur Lippenbekenntnisse und Vorstellungen von dem was wir als Gesellschaft sein wollen. Entscheidungen der Politik, legitimiert mit der Eindämmung der Pandemie, müssen von heute auf morgen umgesetzt werden. Menschen und Unternehmen werden permanent mit neuen Abläufen und Handlungsanweisungen konfrontiert. 

Der Ausnahmezustand als Default-Mode

Auch im think tank hat sich der Arbeitsalltag radikal geändert. Wir treffen uns nun jeden Morgen um 8:45 Uhr im daily. Die heiteren, wohligen Klänge der Teams-App sind für uns alle zum Weckruf zur Arbeit und fester Bestandteil des Alltags geworden. Der tägliche Austausch gibt uns Halt und Struktur in einer Zeit der Unbeständigkeit.

In einem virtuellen Walk&Talk treffen wir uns zum Small Talk. Was früher automatisch und ohne nachzudenken passierte muss nun institutionalisiert werden. Für viele ist Arbeit ein großer Lebensbestandteil. Nicht jeder hat Familie oder einen großen Freundeskreis. Das „Guten Morgen“ im Chat ist oft das einzige Signal von draußen. Gerade deshalb sind Formate dieser Art erst der Anfang und müssen stetig erneuert und ausgebaut werden.

My impressions after 100 days Corona

160 Tage Sprint – Der Lockdown als kreative Pause

Dennoch haben wir den Lockdown als kreative Pause genutzt und unseren Webauftritt komplett überarbeitet.

Wir haben das Design, die Inhalte und Grafiken bis hin zu zum Tech-Stack gemeinsam überarbeitet. In 160 Tagen. Unsere Organisation haben wir von einer losen Arbeitsgemeinschaft auf Scrum umgestellt.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die unermüdlich designed, getextet und gecoded haben.

Deshalb ist diese Story für mich eine Success Story. 

Fazit

Sicherlich ist Corona der Treibstoff für die Digitalisierung. Dennoch müssen wir unsere Handlungen und deren Wirkung stetig überprüfen. Wenn das Tempo ansteigt, steigt auch die Gefahr, dass einige auf der Strecke bleiben und abgehangen werden. Wir müssen uns kontinuierlich hinterfragen, was wir noch besser machen können. Wie können wir alle mitnehmen? Wie können trotz Abstand, Maske und Isolation Menschlichkeit und Herzenswärme transportiert werden?

Der Design Thinking Workshop ist unterteilt in einen theoretischen und einen praktischen Teil. 

Sie erfahren sowohl die Grundlagen, als auch die Umsetzung von der Idee zum Prototype “hands-on”.

 
Im Berufsalltag begegnen uns täglich problembehaftete Aufgabenstellungen – häufig in sehr komplexer und verwobener Form. 
Der Lösungsweg dahin ist oftmals undurchsichtig und unsicher. Beim Finden von Lösungen sind wir fachlich „verkopft“ und versuchen, Komplexität maximal zu reduzieren, sie aber nicht zu begreifen.

Oft stehen Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit im Fokus, jedoch nicht der Kundennutzen.

Kreatives Denken und eine Ausrichtung an den Kundenbedürfnissen ist daher im Businessumfeld wichtig, dieser Ansatz sollte nicht allein Designern und „Kreativen“ überlassen bleiben.

Unternehmen, die das erkannt haben, setzen auf die Innovationsmethode Design Thinking, denn sie birgt viele Vorteile:

  • Freisetzen von kreativem Potential, das in jedem von uns steckt.
  • Kundenbedürfnisse sind der „Polarstern“ im Design von Produkten, Services und Prozessen.
  • Probleme und latente Nutzerbedarfe werden durch Empathie ermittelt.
  • Inspiration für neue Ideen wird erzeugt.
  • Innovative Lösungen werden entwickelt.
  • Schnelle Ergebniskontrolle durch Prototyping & Testen.
  • Vielseitige Anwendung von agilen und kreativen Methoden im Organisations- und Projektumfeld.

 

PROGRAMM

Einführung & Grundlagen:

  • Design Thinking & User Experience
  • Prozess & Methoden
  • The Design Thinkers Mind

Workshop & Prototyping:

Anhand eines Beispiels erleben Teilnehmer alle Stufen des Prozesses & wenden Tools und Methoden an

  • Inspiration: Empathie stärken, Nutzer-Bedürfnisse und Probleme identifizieren
  • Ideation: Kreative Ideenfindung, Entwicklung von Lösungsansätzen
  • Implementierung: Prototypen-Entwicklung, Testen von Ideen

 

INTERESSE?

Zögern Sie nicht! Senden Sie uns Ihre Anfrage per E-Mail an: creativity@thinktank.de

 

REZENSIONEN

“sehr anschaulisch, schlüssig und hat Spaß gemacht”

“Alles super: theoretische und praktische Teil!”

“Großes Lob für das Rundum gelungene Set-up, die perfekt konzentrierte Präsentation und die überspringende Begeisterung fürs Thema”

“Die Referentin war Toll. Sie Kann wirklich dazu stehen”

 

 

DOKUMENTE

 
 

Die Blockchain-Technologie hat das Potential alle Bereiche unserer Gesellschaft tiefgreifend zu verändern. Als Konstrukt aus den Konzepten der digitalen Signatur, dem Proof of Work bzw. Proof of Stake und dem Konsensalgorithmus vereint sie bisher unvereinbare Konzepte:

  • Dezentralität,
  • Sicherheit und
  • Vertrauen.

Um einen besseren Überblick über die verschiedenen Einsatzgebiete zu erhalten, sind nachfolgend die Kategorien aufgelistet, zu denen sich die meisten Use-Cases, branchenunabhängig, zuordnen lassen:

Digital Identity Management

Auf die Idee, digitale Identitäten zu verwalten, sind sicherlich schon viele gekommen. Nicht zuletzt Facebook und Google, welche als Registrierungsservice in viele Online-Dienste eingebunden sind. Aus User-Sicht bequem und bedenklich zugleich, da nicht immer offensichtlich ist, wann welche Daten für welchen Zweck an Dritte weitergegeben werden. Ausschlaggebend bei dieser Kategorie ist der Zweck, nämlich die Speicherung personenbezogener Daten, die validiert und somit für andere Services zur Authentifizierung genutzt werden können.

Markterschließung und digitale Währungen

Diese Kategorie bezeichnet die Schaffung neuer Märkten. In der Regel handelt es sich dabei um einen blockchainbasierten Markt auf dem Waren oder Dienstleistungen gehandelt werden können. Alle Cryptocurrency-Anwendungen sind Beispiele für diese Kategorie. Initial Coin Offerings (ICOs) bei denen in einer initialen Funding-Phase Investoren-Gelder gesammelt werden, sind ebenfalls Beispiele für Markterschließung.

Herkunft und Tokenisierung

Bei der Tokenisierung wird ein reales Objekt, das einen Vermögenswert darstellt, in ein Digital Asset umgewandelt. Der Wert wird auf Tokens übertragen und eindeutig einem Besitzer zugewiesen. Über den Tracking-Mechanismus kann zu jeder Zeit die Herkunft und die Eigentümerschaft eines Objekts nachgewiesen werden (Herkunft).

Meta-Konsens

Meta-Konsens ist eines der fundamentalen Paradigmen der Blockchain, da sich alle Teilnehmer auf eine „Kette“ einigen müssen. Bei dieser Anwendungsfallkategorie geht es um die Findung und das Erreichen eines Konsens’ zu einem bestimmten Thema ohne das Wahlergebnis manipulieren zu können. Beispiele sind Parlamentswahlen, Bürgerentscheide oder die Abstimmungen von Aktionären oder Verträge zwischen mehreren Parteien.

Tracking

Beim Tracking geht es um die transparente, dauerhafte Speicherung und Nachverfolgbarkeit von Informationen, welche für mehrere Organisationen relevant sind. Ein gutes Beispiel sind Anwendungsfälle aus dem Supply-Chain-Management, da die Daten über Transportgüter sowohl für die einzelnen Lieferanten als auch für die Überprüfung der Einhaltung der Gesetzen und Richtlinien (Compliance) notwendig sind.

IoT – Internet of Things

Maschinen, die wie wir Menschen im realen Leben auf der Blockchain interagieren und über eine Wallet Waren und Dienstleistungen austauschen sind Teil der Kategorie IoT. Ein Beispiel ist das automatische Bezahlen von Maut- oder Parkgebühren, welche vom Auto, das eine eindeutige ID besitzt, gezahlt werden können. Smart Contracts, die ohne Eingriff von außen automatisch ausgeführt werden zählen ebenfalls zu dieser Kategorie.

Intermediäres Vertrauen

Aufgrund der zu Beginn dargelegten Eigenschaften hat die Blockchain das Potential, die Teilnehmer einer Wertschöpfungskette auf die wirklich notwendigen, d. h. nur auf die tatsächlich zu einer Wertsteigerung beitragenden Teilnehmer, zu reduzieren. Dienstleistungen und Waren können somit viel günstiger angeboten werden. Ein Beispiel ist der Energiesektor, in dem es Dank der Blockchain möglich ist Erzeuger und Konsument direkt miteinander zu verbinden.

We don't need a Blockchain!

Kritisch sollte der Einsatz einer Blockchain-Lösung betrachtet werden wenn,

es um die Speicherung großer Datenmengen geht,

es viele Schreibzugriffe gibt und ein Echtzeitdatensatz notwendig ist oder

nur wenige Teilnehmer involviert sind.

Fazit

Die Einsatzmöglichkeiten der Blockchain sind so vielfältig wie unser Leben. Dennoch fällt es oft schwer zu beurteilen wann der Einsatz wirklich sinnvoll ist.

“If trust or robustness are not important, then there is nothing which a blockchain offers that can´t be done with a regular database.”

Gideon Greenspan – Founder of Coin Sciences

Quellen:

Ulrich Gallersdörfer
Masterthesis: Analysis of Use Cases of Blockchain Technology in Legal Transactions
https://wwwmatthes.in.tum.de/pages/z0tgbukmqlbr/Master-s-Thesis-Ulrich-Gallersdoerfer, zuletzt geprüft am: 05.02.2020

Cathy Mulligan (April 2018)
These 11 questions will help you decide if blockchain is right for your Business
https://www.weforum.org/agenda/2018/04/questions-blockchain-toolkit-right-for-business, zuletzt geprüft am 05.02.2020

T. Koens & E. Poll 2018
What Blockchain Alternative Do You Need?
http://tommykoens.com/wp-content/uploads/2018/09/blockchain-alternative.pdf, zuzletzt geprüft am: 05.02.2020

DHS model (~end 2017)
Dylan Yaga Peter Mell Nik Roby Karen Scarfone
Blockchain Technology Overview
https://nvlpubs.nist.gov/nistpubs/ir/2018/NIST.IR.8202.pdf , zuletzt geprüft am: 05.02.2020

 

Business Use-Case Analyzer

Als Leitfaden haben wir einige Fragen zusammengestellt, welche einen gedanklichen Einstieg in das Thema bieten. Nach Beantwortung der Fragen erhalten Sie:

  • einen Überblick, welche Kriterien für eine Blockchain-Anwendung relevant sind.
  • Und eine individuelle Einschätzung der „Blockchain-Tauglichkeit“ Ihres Use-Cases.
Mit Einführung agiler Methoden stehen die Anforderungen der Nutzer im Mittelpunkt der Softwareentwicklung. Die zukünftigen Nutzer werden stärker in den Entwicklungsprozess eingebunden und stellen durch ihren Input sicher, dass tatsächlich wichtige Themen umgesetzt werden, die Applikation leicht zu bedienen und perfomant ist. Um das zu überprüfen, muss funktionsfähige und fehlerfreie Software oft und kontinuierlich ausgeliefert werden. Auch die hohen Anforderungen an den nicht-funktionalen Teil der Software müssen fortwährend getestet werden: wurde sauber gecodet, entspricht die Applikation den Sicherheitsanforderungen, funktioniert sie stabil und ist sie leicht wartbar? Mit einem Satz: Eine konstante, häufige und fehlerfreie Code-Auslieferung ist eine Frage der Qualität.

Was unterscheidet agiles vom klassischen Testen

Im klassischen Testmanagement sind Entwicklung und Test klar getrennt und alle vier Teststufen laufen nacheinander ab: Die Testphase beginnt mit der Fertigstellung des Produkts. Zuerst werden die einzelnen Komponenten (Komponententest) getestet, in der nächsten Stufe, dem Integrationstest, wird das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten überprüft, um schließlich die Funktionen des gesamten Produkts zuerst intern (Systemtest) und abschließend durch den Kunden (Userakzeptanztest) auf Herz und Nieren zu prüfen. Dabei sind die Rollen klar verteilt. Das Entwicklungsteam entwickelt, das Testteam testet und das Testmanagement kontrolliert und steuert. Will man im agilen Umfeld kontinuierlich (mit jeder Iteration) stabile und fehlerfreie Software ausliefern, müssen fortwährend Tests durchgeführt werden. Nach klassischen Testmethoden eine Teststufe nach der anderen zu durchlaufen ist auf Dauer nicht realisierbar, da die Iterationen kurz sind und es schnell gehen muss. Auch im agilen Testing gibt es Komponenten-, Integrations- und Systemtests, mit dem Unterschied, dass diese nicht nacheinander, sondern innerhalb einer Iteration parallel ablaufen, zum Teil sogar in die Entwicklung eingebettet sind. Auch kennt das agile Vorgehen keine klar verteilten Rollen: Idealerweise sind Softwareentwickler und -architekten sowie Tester, Test- und Qualitätsmanager Teil des Entwicklungsteams und unterstützen sich gegenseitig. Das Team hat ein gemeinsames Ziel: Hohe Qualität durch eine hohe Testabdeckung, eine effiziente Testdurchführung und -dokumentation. Dies lässt sich nur durch ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen einem hohen Automatisierungsgrad und wenigen manuellen Tests erfüllen.

Effiziente Verteilung der Tests: Die Testpyramide

Testpyramide
Ein Blick auf die Testpyramide von Mike Cohen zeigt, wie eine effiziente Teststrategie gestaltet werden kann, wie die Testverteilung auf die einzelnen Teststufen geplant werden soll und welche Bereiche sich am sinnvollsten für eine Testautomatisierung eigenen.Die breite Basis der Pyramide bildet eine hohe Anzahl an Komponententests in Form von automatisierten Unit Tests. Sie sind relativ einfach parallel zur Anwendungsentwicklung zu erstellen, schnell durchzuführen, entsprechend kostengünstig und garantieren eine hohe Testabdeckung. Sie sorgen dafür, dass die meisten Fehler bereits bei der Entwicklung entdeckt werden. Die mittlere Stufe der Testpyramide bilden Integrationstests (API-Tests). API steht für Application Programming Interfaces. Automatisierte API-Tests stellen sicher, dass Komponenten wie vorgegeben zusammen arbeiten. API-Tests sind für die Testautomatisierung sehr gut geeignet, da sie in der Regel wenigen Änderungen unterliegen und einfach zu warten sind. An dieser Stelle ist noch anzumerken, dass nicht-funktionale Tests, wie Last- und Performancetests in der Testpyramide nicht berücksichtigt werden, aber wichtig für die Userakzeptanz und teils auch sehr gut automatisierbar sind. System-Tests (GUI-Tests) finden sich an der Spitze der Pyramide. Als GUI (Graphical User Interface) bezeichnet man die grafische Benutzeroberfläche. Automatisierte GUI-Tests prüfen, ob alle Funktionen wie gewünscht ablaufen. Ihre Automatisierung ist aufgrund einer Auswahl an Tools gut machbar, die Auswahl der zu automatisierenden Tests sollte aber sehr sorgfältig geprüft werden, da sie aufwendiger in Erstellung und Wartung und damit kostenintensiv sind. In der Regel erfordern GUI-Tests erhebliche Nacharbeiten, um mit häufigen Änderungen Schritt halten zu können. Es empfiehlt sich nur so viele GUI-Tests wie nötig und so wenig wie möglich zu automatisieren und diese sukzessive einzuführen, indem man zum Beispiel Sprint für Sprint Bestandsfunktionen mittels automatisierten Regressionstests absichert.
Produktives Arbeiten
Explorative und End-to-End Tests eignen sich kaum für Testautomatisierung. Letztere aufgrund ihrer Komplexität. Explorative Tests aufgrund ihres Freiheitsgrades. Der explorative Tester erkundet die Applikation ohne zuvor exakt festgelegt zu haben welche Testschritte auszuführen sind. Ein Vorteil besteht darin, dass weniger Vorbereitung erforderlich ist, die Dokumentation so gering wie möglich gehalten wird und dass Fehler abseits bestehender Testszenarien gefunden werden.

Quellen:

Buch: Agile Testing: Manfred Baumgartner, Martin Klonk, Helmut Pichler, Richard Seidl, Siegfried Tanczos (2018): Der agile Weg zur Qualität https://www.borisgloger.com/blog/2018/04/05/was-agiles-testen-nicht-ist-und-was-es-ist/ https://entwickler.de/online/agile/agiles-testing-579801504.html

Jeder besitzt eine emotionale Intelligenz bzw. einen emotionalen Quotienten (EQ), jedoch ist dessen Ausprägung je nach Person unterschiedlich. Ein hoher Intelligenzquotient (IQ) bedeutet beispielsweise nicht automatisch, dass ein hoher EQ besteht. In der Praxis zeigte sich dabei, dass Personen, deren emotionale Intelligenz stärker als deren IQ ausgeprägt ist, trotzdem am Arbeitsplatz erfolgreicher sind.

Eine ausgeprägte emotionale Intelligenz ist deshalb ein entscheidender Vorteil in der Arbeitswelt und ist eine wichtige Komponente zum beruflichen Erfolg. Zum Beispiel verstärkt sie die eigenen Führungskompetenzen, wirkt sich positiv auf die Arbeit mit dem Team oder Stakeholdern aus und verbessert so den Arbeitsalltag. Aufgrund der vermehrten Sozialkompetenzen lässt sich so auch der Arbeitsalltag angenehmer und zielführender gestalten.

Fehlt es einer Führungskraft oder Projektleitung an emotionaler Intelligenz, kann sich dies negativ auf die Zusammenarbeit im Team auswirken. Die Produktivität kann sich verringern oder gar zu Kündigungen führen. Deshalb ist es besonders wichtig, sich nicht nur auf reine Arbeitsabläufe und Prozesse zu fokussieren, sondern auch die soziale Komponente miteinzubeziehen. Oftmals können anbahnende Konflikte bereits vermieden werden, wenn zugleich auch die Gefühle und Bedürfnisse des Gegenübers erkannt und verstanden werden.

Menschen mit einem hohen EQ können eigene und Gefühle anderer Personen besser erfassen und das Gegenüber somit besser einschätzen. Durch eine damit verbundene Problemlösungskompetenz auf sozialer Ebene steigt auch deren Potential, Konflikte optimal zu lösen oder gar nicht entstehen zu lassen.

 

Ausflug in unser Gehirn – wo sitzt die emotionale Intelligenz

think tank Business Solutions AG Emotionale Intelligenz
Das Gehirn ist in einen emotionalen (limbisches System) und einen rationalen Bereich aufgeteilt. Im so genannten limbischen System sind in dieser Unterteilung die Emotionen angesiedelt. Weitere Faktoren wie rationales Handeln und logisches Denken sind lokal gesehen relativ weit von diesem Bereich entfert. Wissenschaftlich erklärt die relativ große Distanz der beiden Bereiche, dass Emotionen wie Wut, Trauer oder Freude und rationales Handeln differenziert voneinander agieren. Sei es nun privat oder im Arbeitsalltag, vielen Menschen fällt es schwer, sachlich anstatt emotional zu reagieren. So kommt es mitunter zu voreiligen und gefühlsgesteuerte Handlungen oder Aussagen, die man möglicherweise im Nachhinein bedauert.
 

Die vier Fähigkeiten der emotionalen Intelligenz

 

Stufen

 

Die vier Fähigkeiten der emotionalen Intelligenz sind als Selbstwahrnehmung, Selbstmanagement, Soziales Bewusstsein und Beziehungsmanagement definiert. Diese Fähigkeiten werden wiederum in persönliche und soziale Kompetenz unterteilt.

Selbstwahrnehmung und Selbstmanagement sind dabei die zwei Fähigkeiten der persönlichen Kompetenz. Sie betreffen die eigene Persönlichkeit und helfen dabei, sich den eigenen Emotionen bewusst zu werden und das eigene Verhalten zu steuern.

Selbstwahrnehmung bedeutet, dass man die eigenen Emotionen wahrnehmen, verstehen und interpretieren kann. Dies gilt für einmalige Ereignisse oder auch immer wiederkehrende Situationen. Auch der Umgang mit negativen Gefühlen spielt dabei eine Rolle. Da Emotionen eine Reaktion auf unsere Umwelt sind und somit immer eine Ursache haben, ist es besonders wichtig, diese richtig einzuordnen und die eigenen emotionalen Reaktionen nachvollziehen zu können. Menschen mit einer guten Selbstwahrnehmung haben es schlicht einfacher, das Potential einer Situation zu durchschauen und eigene Vorteile daraus zu ziehen. Gewissermaßen steht diesen Personen nicht deren Gefühlswelt im Wege. Sie haben auch keine Scheu vor unangenehmen Situationen, sondern nutzen diese, um sich weiterzuentwickeln. Je besser man sich selbst und die eigenen Emotionen kennt, desto leichter fällt dies.

Im Selbstmanagement geht es um die Fähigkeit, bewusst und positiv die eigenen Emotionen steuern zu können. Einigen fällt dies nicht leicht, da die Emotionen dem rationalen Denken überwiegen. Mit gutem Selbstmanagement reagiert man weniger voreilig oder zu emotional. Die größte Hürde dabei ist, Verhaltensweisen langfristig unter Kontrolle zu bekommen und die gelernten Fähigkeiten des Gehirns in unterschiedlichen Situationen anzuwenden. Personen mit gutem Selbstmanagement können erfolgreich die eigenen Bedürfnisse zurückstellen und ihr Verhalten dementsprechend unter Kontrolle halten.

Soziales Bewusstsein und Beziehungsmanagement sind die zwei Fähigkeiten der sozialen Kompetenz und betreffen den Umgang mit anderen Menschen. Es beschreibt die Fähigkeit Gefühlslagen, Verhalten und Emotionen des Anderen zu erkennen und zu verstehen.

Soziales Bewusstsein beschreibt die grundlegende menschliche Fähigkeit, die Gefühle und Gedanken anderer Menschen genau nachzuvollziehen, auch wenn die eigene Gefühlslage sich anders darstellt. Genaues Beobachten und Zuhören gehören dabei zu den wichtigsten Faktoren. Im Idealfall konzentriert man sich zu 100 Prozent auf sein Gegenüber und fokussiert sich nur auf dessen Verhalten. Durch bewusstes Zuhören entsteht ein Gesamtbild, die die Interpretation der Gefühlswelt des anderen ermöglicht.

Das Beziehungsmanagement ist das Wissen, eigene und fremde Emotionen für eine erfolgreiche und eindeutige Kommunikation zu nutzen. Den Personen mit hoch ausgeprägtem Beziehungsmanagement fällt es leichter, sich mit unterschiedlichen Menschen zu vernetzen und mögliche Vorteile daraus zu ziehen. Sympathie spielt dabei eine geringe Rolle. Allgemein gilt, dass soziale Beziehungen gepflegt und wertgeschätzt werden müssen, um sich ein adäquates Netzwerk aufzubauen. Je besser die Verbindung desto mehr positives Feedback bekommt man. Bei einer weniger ausgeprägten Beziehung, fällt es deutlich schwerer, seinem Standpunkt Gehör zu verschaffen. In stressigen (Arbeits-)Zeiten ist es die größte Herausforderung, diese sozialen Beziehungen aufrecht zu erhalten. Vor allem am Arbeitsplatz treten häufig Konflikte auf, da sehr unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen. Den meisten Menschen fällt es nicht leicht, in emotional geladen Situationen noch konstruktive Unterhaltungen zu führen. Ein gutes Beziehungsmanagement hilft, solche konfliktträchtigen Situationen am Arbeitsplatz zu vermeiden und in positive Beziehungen umzuwandeln.

 

Übung zur Verbesserung der emotionalen Intelligenz

 

think tank Business Solutions AG Emotionale Intelligenz

 

Emotionen sind eine Reaktion auf unsere Umwelt, was in der Arbeitsumgebung einige emotionale Hürden mit sich bringen kann. An dieser Stelle wird die emotionale Intelligenz wichtig. Um sie zu verbessern, kann jeder selbst an sich arbeiten. Die wichtigsten Punkte für eine positive Auswirkung auf Konflikte sind aktives Zuhören, offene Kommunikation und ein respektvoller Umgang. Ebenso sollte sich Zeit genommen werden, über die Situation und die entstandenen Emotionen nachzudenken. Im besten Fall bevor man impulsiv handelt.

Journaling ist zum Beispiel eine gute Übung zur Verbesserung der Selbstwahrnehmung.

Als Vorbereitung braucht man lediglich Papier und Stift. Man kann sich, beispielsweise abends nach der Arbeit 30 Minuten Zeit nehmen und den Tag oder bestimmte Situationen in Ruhe Revue passieren lassen.

Wie beim „Tagebuch-schreiben“ wird niedergeschrieben, wie man sich konkret gefühlt hat und wie die Reaktionen anderer und die eigene darauf war. Auch können positiven Affirmationen helfen, künftiges Verhalten positiv zu beeinflussen.

Es ist auch möglich, sich nur 3 Minuten Zeit zu nehmen, um an einem Satz mit offenem Ende weiter zuschreiben, oder auf eine Frage einzugehen. So lernt man, seine Gefühle zu reflektieren und einzuordnen. Beispielsätze sind „Wie ich jetzt fühle, ist…“, „Was mich motiviert, ist…“, „Wie hätten Sie Ihren Tag noch besser gestalten können?“.

Die Antworten sollten spontan und aus dem Bauch heraus aufgeschrieben werden, man sollte nicht lange nachdenken, keine Schreibpausen entstehen lassen. Ob man sich 30 Minuten Zeit nimmt oder 3 Minuten spielt keine Rolle. Es geht nur darum, sich selbst zu schreiben und so mehr Klarheit über die eigenen Emotionen zu erhalten.

Wenn man diese oder auch andere Übungen regelmäßig anwendet, wird sich schon bald ein Lerneffekt einstellen. Jeder kann an seiner emotionalen Intelligenz aktiv arbeiten und diese verbessern. So kann man nicht nur seinen Arbeitsalltag erfolgreicher meistern, sondern auch mit Konflikten im Privatleben besser umgehen.

 

Emotionale Intelligenz bei think tank

Methoden wie beispielsweise das Design Thinking als menschenorientierter Ansatz, arbeiten gezielt mit den Skills emotionaler Intelligenz. In der ersten Phase des Design Thinking Prozesses geht es darum, den Menschen zu verstehen und die Fähigkeit Empathie für diesen zu entwickeln, die wiederum mit einer ausgeprägten emotionalen Intelligenz im Einklang steht. Dabei gilt herauszufinden was die Bedürfnisse, Sichtweisen, Ängste und Emotionen der Menschen sind, z.B. durch aktives Zuhören im Rahmen von qualitativen Interviews. So sollen latente menschliche (User-)Bedürfnisse identifiziert werden, welche als Inspiration für neue innovative Lösungsansätze, Produkte und Services dienen.

 

Quellen:

Bradberry, Travis; Greaves, Jean (2018): Emotionale Intelligenz 2.0 – Erhöhen Sie Ihre Sozialkompetenz und verbessern Sie Ihre Kommunikation

Tan, Chade-Meng (2014): Search Inside Yourself – The unexpected path to achieving success, happiness (and world peace)

Agile Arbeit fördert flexibles, dynamisches und unkompliziertes Arbeiten mit einem möglichst geringen Aufwand an Bürokratie. Der Mensch und die Kommunikation stehen im Mittelpunkt. Ergebnisse bedeuten mehr als Dokumentationen. Einen direkten Draht zum Kunden herzustellen sowie stets flexibel zu reagieren ist wichtiger, als stur an einem Plan festzuhalten. Agil Software zu entwickeln bedeutet in kurzen Iterationen, zusammen mit Kollegen und Kunden, das Endprodukt stetig zu verbessern. Warum automatisierte Tests ein fester Bestandteil der Softwareentwicklung sind, möchte ich in diesem Artikel erläutern.
 

Wichtigkeit des Testens

Der Test nimmt eine wichtige Stellung in der Softwareentwicklung ein. Ein qualitativ hochwertiges Produkt muss verschiedene Testebenen, wie Komponententests, Integrationstest und fachliche Tests durchlaufen. Bei Agiler Arbeit liegt, wie oben erwähnt der Fokus auf kurzen Entwicklungs-Iterationen, die ebenfalls kurze Test-Iterationen erfordern. Um die verschiedenen Teststufen durchführen zu können ohne zeitlich in Bedrängnis zu geraten, ist es notwendig verschiedene Tests schneller und mit leichter Wiederholbarkeit auszuführen. Je komplexer die Software ist, desto größer ist die Bedeutung der Testautomatisierung. Testautomatisierung allein kann ab einer gewissen Komplexität der Entwicklung gewährleisten, dass sich sowohl Testabdeckung als auch Testtiefe in einem zufriedenstellenden Rahmen befinden.
 

Der Irrtum automatisierter Tests

Die Tücke bei automatisierten Tests ist, dass diese lediglich den manuellen Aufgabenteil eines Softwaretesters übernehmen können. Hinter sauberen und zuverlässigen Tests steckt aber genauso kreatives intuitives Denken und cleveres Handeln. Auf keinen Fall sollte man Testautomatisierung als Wegrationalisierung eines Testers sehen, vielmehr als ein kaum wegzudenkendes Werkzeug für diesen. Während er sich durch automatisierte Prozesse nicht mehr stundenlang durch neue Entwicklungen seiner Firma durcharbeiten muss, bleibt für diesen mehr Zeit für den intellektuellen Part des Softwaretests. Er kann besser und konzentrierter testen anstatt in einer riesigen Testmenge zu versinken. Natürlich ist Testautomatisierung auch nicht immer sinnvoll, wie z.B. bei kleinen Übergangsprogrammen. Je langlebiger und komplexer die Software jedoch ist, umso mehr Kosten und Mühen spart Testautomatisierung auf Dauer ein.
 

Selenium als Allzweckwerkzeug

Werkzeuge zur Testautomatisierung gibt es jede Menge. Selenium ist wohl eines der bekanntesten, gerade im Bereich von Websites und deren Benutzeroberfläche. Selenium bietet für Projekte unterschiedlicher Größe und Anforderung verschiedene Tools.
 

Selenium als Browser-Plugin

Bei der Selenium IDE handelt es sich um ein Browser Add-On, das es einem ermöglicht Klicks, Tastatureingaben und Bewegungen auf der Website aufzunehmen. Später kann man die aufgenommenen Aktionen erneut abspielen und erhält so einen beliebig oft ausführbaren Test. Da die Aufnahme jedoch manuell sehr aufwendig ist, das Add-On nur für die Browser Chrome und Firefox zur Verfügung steht und keine Möglichkeit zur Dokumentation der Tests besteht, ist das Browser-Plugin nur für kleinere Projekte oder den Einstieg geeignet.
 

Selenium WebDriver – Wenn Websites plötzlich selbstständig werden

Selenium WebDriver
Abb. 1: Kurz erklärt: wie arbeiten Cucumber, Ruby und Selenium zusammen
 
Der Selenium WebDriver hingegen fungiert als Programmierschnittstelle für den Browser, ist mit den gängigsten Browsern kompatibel und unterstützt viele verschiedene Programmiersprachen, darunter JavaScript, Python, Ruby, u.v.m. Tests können in einem beliebigen Code-Editor z.B. Visual Studio programmiert werden und über den WebDriver wird dann der Browser angesprochen. Bei jedem neuen Aufruf des geschriebenen Tests öffnet sich ein neues Fenster, in dem sich nun die Website selbstständig macht und den Test durchläuft. Ein großer Vorteil gegenüber des Add-Ons liegt vor allem in der Parametrisierbarkeit des Tests. Die Testabdeckung kann deutlich schneller und einfacher erhöht werden.
 

Cucumber, alles andere als eine Gurke

Dokumentation eines Selenium Cucumber Tests
Abb. 2: Dokumentation eines Selenium-Cucumber-Tests
 
Da dieses Testen aber dennoch keine übersichtliche Dokumentation der erledigten Arbeit liefert, gibt es für verschiedene Programmiersprachen (Ruby, Java, C++, …) ein Werkzeug namens Cucumber.
Dieses ermöglicht ein sehr einfaches Schreiben und Lesen der Testfälle und erzeugt bei Ausführung der Tests außerdem eine gut lesbare Dokumentation. In Cucumber werden Tests in der Sprache Gherkin geschrieben und anschließend in die entsprechende Programmiersprache übersetzt. Gherkin enthält im Wesentlichen die Befehle Given, When und Then, durch die dann die optimale Funktionalität der Software durch Gegebenheiten (Given), ausgeführte Aktionen (When) und gewolltes Ergebnis (Then) beschrieben wird. Da direkt das gewünschte Verhalten der Software ausformuliert wird, ist Cucumber ein sehr gutes Tool für Behaviour-Driven-Development. Die Dokumentation enthält dann die einfachen Sätze der Cucumber-Programmierung und ist daraufhin für jeden nachvollziehbar.
 

Selenium-Cucumber ein zuverlässiges Doppelpack

Codeausschnitt eines mit Selenium-Cucumber programmierten Testfalls

Abb. 3: Codeausschnitt eines mit Selenium-Cucumber programmierten Testfalls

 
Die Ruby-Erweiterung Selenium-Cucumber übernimmt die Übersetzung der Cucumber-Tests in die entsprechende Programmiersprache. Anstelle beliebiger Sätze, wie zuvor in Cucumber, gibt es nun ein definiertes Befehlsset, das selbständig in einen ausführbaren Testfall „übersetzt“ wird. Der Schreibaufwand auf Seiten von Cucumber wird natürlich größer und unverständlicher, die anderweitige Programmierung entfällt jedoch ganz. Durch dieses Zusammenspiel von Selenium-Cucumber ist es möglich ohne tiefergreifende Programmierkenntnisse, automatisierte Testfälle zu schreiben. So können Product Owner die Anforderungen an das Endprodukt selbst verlustfrei in den Test packen.
 

Unsere ersten Schritte sind vollbracht

Die Kombination aus Selenium WebDriver, Selenium-Cucumber und Ruby o.a. erlaubt es uns die ersten Schritte in Richtung Testautomatisierung zu gehen. Neben dem einfachen Schreiben der Tests und der guten Dokumentation im html-Format, ist durch den Selenium WebDriver außerdem eine breite Testabdeckung in verschiedenen Browsern möglich.
 

Wie geht es weiter

Testautomatisierung ist in einem agilen Umfeld ein Muss. Je einfacher die Tests und je häufiger sie durchgeführt werden müssen umso wichtiger ist Automatisierung. Automatisierung ersetzt jedoch keinen Tester sondern erleichtert und verbessert seine Arbeit, gibt ihm mehr Freiraum für Tests, die nicht automatisiert werden können (z.B. UX/UI-Tests). Im Zuge stetiger Verbesserung sollte jedes Softwareunternehmen automatisierte Tests anwenden. Nur so kann es gelingen den hohen Anforderungen und dem Zeitdruck der heutigen Zeit zu genügen.

 

Quellen:

Buch: Seidl, Richard/Baumgartner, Manfred/Bucsics, Thomas (2011), Basiswissen Testautomatisierung (2. Auflage), Heidelberg, dpunkt.verlag

https://agilemanifesto.org/iso/de/manifesto.html

https://de.slideshare.net/MaibornWolff/universum-der-testautomatisierung-von-sven-schirmer-maibornwolff

Abb.1: https://www.agiletrailblazers.com/hubfs/test-framework-transparent.png

Die MucDigital wird vom Isarnetzwerk e. V. organisiert und findet vom 16. – 25. Mai 2019 statt. Im Rahmen des ehemals als Münchner Webwoche bekannten Events, werden viele verschiedene Veranstaltungen in ganz München angeboten, die sich auf das Thema Digitalisierung beziehen.
think tank wird dieses Jahr zum ersten Mal dabei sein und freut sich zu drei verschiedenen Events einladen zu können. Kommen Sie uns besuchen und lassen Sie sich begeistern! #MucDi
 

Design Thinking

Weil wir selber so begeistert von diesem human-centred Framework/Paradigma sind, möchten wir mit Ihnen gemeinsam einmal die interaktiven Prozesse des Design Thinking durchspielen. In diesem Workshop erfahren Sie im Schnelldurchlauf was es bedeutet, von der wagen Ahnung eines (Kunden-)Bedürfnisses, über das Verständnis, was der Kunde wirklich braucht (auch wenn er es bis dato selbst gar nicht wusste), bis hin zu einer konkreten Formulierung und einer Vielzahl von innovativen Ideen zur Umsetzung zu reisen.
 

Prototyping

Anschließend werden wir eine konkret gewordene Idee zum Leben erwecken.Wir bauen einen Prototypen. Mit viel Kreativität und den verschiedensten Materialien bringen wir das Wolkenschloss in die reale Welt, testen, holen Feedback und weiterführende Ideen.

Wir freuen uns darauf, diese Innovationsmethode für Sie auf spielerische Weise erlebbar zu machen und damit Ihre und unsere Neugierde zu beflügeln.

 

Registrieren

Design Thinking

 

Datum und Uhrzeit: Donnerstag 16. Mai 2019, 13:00-15:00 Uhr

 

Veranstaltungsort: think tank Business Solutions AG

Messerschmittstraße 7, 80992 München

 

Teilnahme: hier können Sie sich kostenlos registrieren und an unserer Verantstaltung teilnehmen:

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Moderatorin: Daniela Panzenböck

Der Begriff „New Work“ wurde Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre, von dem 1930 in Sachsen geborenen, österreichisch-US-amerikanischen Philosophen Dr. Frithjof Bergmann entworfen. Frithjof wanderte in seinen Zwanzigern in die USA aus, schlug sich dort zunächst mit Nebenjobs durch, lebte zeitweilig in Selbstversorgung auf dem Land und schrieb Theaterstücke. Er studierte in Princeton, promovierte über Hegel und erhielt verschiedene Lehraufträge an angesehenen, amerikanischen Universitäten.

Sein Begriff „New Work“ erfasst den Zeitgeist, der beschreibt, dass die Industrialisierung längst vorbei ist, der Kommunismus keine Zukunft hat und der Kapitalismus den Menschen nicht glücklich macht. Er sieht die Chancen, die technologische Innovationen bringen können und kreiert daraus nicht nur ein Konzept „Neuer Arbeit“, sondern fast schon das Konzept einer neuen Gesellschaft. Bergmann führt die innovativen Produktionsmöglichkeiten zu einer kompletten Veränderung der Herstellungsketten und damit zu einer Wandlung von Arbeit und Gesellschaft. Dank 3D Drucker und Co. müssen Produkte nicht mehr in großen Fabrikhallen fernab produziert werden, sondern können lokal auf kleinstem Raum erstellt werden. Dieser Wandel von der Globalisierung zurück zur lokalen Produktion wirkt sich nicht nur auf Unternehmen, Produzenten und Konsument aus, sondern auch auf die Arbeitskultur und das Zusammenleben der Menschen. Prägend für seinen Begriff „New Work“ ist die Vorstellung, dass die kapitalistisch geprägte Arbeit, wie wir sie heute kennen und die er als geistig und körperlich lähmend beschreibt, größtenteils reduziert werden kann und einem Arbeitsmodell weicht, dass auf Arbeit in Gemeinschaftsproduktion setzt und Platz schafft für Arbeit, die dem Einzelnen entspricht, und die er wirklich gerne leisten möchte. Hier beschreibt Bergmann zusammengefasst seine Gedanken zum Thema „New Work“.

think tank Business Solutions AG NEW WORK

„New Work“ heute – Disruptive Digitalisierung & Work-Life-Merging

Der Begriff „New Work“ ist mittlerweile in aller Munde. Und, wie schon in dem ursprünglichen Begriff angelegt, greift er auch in der Gegenwart aktuelle technologische Innovationen auf und formt daraus eine neue Arbeits-Zukunft. Er lenkt den Blick auf die disruptiven Veränderungen, forciert durch Digitalisierung, Globalisierung, den Wissenszuwachs und den demographischen Wandel, die zu einem Wandel auf gesellschaftlicher und technologischer Ebene führen und damit auch in der Arbeitswelt – in Unternehmen und Organisationen sichtbar und spürbar werden.

Allen voran, prägen die aus der Digitalisierung geborenen Innovationen die heutige Arbeitswelt: Big Data – riesige Datenmengen bieten die Basis für immer feinere IT-Lösungen, Mobile Devices und Cloud Computing erhöhen Flexibilität und Unabhängigkeit. Der Trend hin zur „Connectivity“ verändert die Kommunikation und fördert ebenfalls das ortsungebundene Arbeiten durch schnellst möglichen Zugriff auf unterschiedlichste Hilfsmittel und die Einbindung unterschiedlichster Geräte. Automatisierung und KI werden immer ausgereifter.

Auf der einen Seite führen diese umwälzenden Innovationen zu einem Hype, der Utopien in die Arbeitswelt schreibt: agile, kreative, innovative Menschen folgen ihren Bedürfnissen, erschaffen kreative Wunderwerke auf Crowed Working Plattformen in Shared Offices Spaces oder irgendwo verstreut in den buntesten Ecken der globalisierten Welt, denn das Internet machts möglich. Sie machen Ihre Hobbies zum Beruf und leben eine Leben mit ausgeglichener Work-Live-Balance. New Work führt nicht zu einer Entgrenzung der Arbeit, die das Privatleben bedrängt, sondern zu einem fließenden ineinander übergehen von Leben und Arbeit. Arbeit ist kein störender Faktor mehr im Leben, der eben geleistet werden muss, um den Lebenserhalt zu finanzieren sondern ein geliebter Teil des Lebens, der die Plattform bietet seinen Neigungen zu folgen. Arbeit wird zum Transformator, der dazu dient Leidenschaft in Lebensunterhalt zu wandeln.

think tank Business Solutions AG NEW WORK

Die Folgen der Automatisierung

Auf der anderen Seite steht die Angst vor der Veränderung und die Befürchtung, dass der Wandel Arbeitsplätze vernichtet und die Schere zwischen reich und arm weiter aufreißt.

Osborn und Frey nehmen dies in ihrer 2013 veröffentlichten Studie zum Thema. Sie beforschen, was im Zuge der Automatisierung von vielen Seiten sorgenvoll betrachtet wird: inwiefern werden die arbeitsbezogenen Tätigkeitsstrukturen zukünftig von den eben angesprochenen Entwicklungen beeinflusst sein und welche Auswirkung wird das auf die Gestaltung bzw. Notwendigkeit zukünftiger Arbeitsstellen haben. Ihre Einschätzung unterteilt Jobs in solche, die leichter zu automatisieren sind und solche, die in den kommenden 20 Jahren, auf Grund technischer Engpässe, eher schwieriger zu automatisieren sein werden. Zu diesen, eher schwieriger zu automatisierenden Tätigkeiten zählen Tätigkeiten, die auf der Fähigkeit beruhen, sich in komplexen und unstrukturierten Umgebungen zurechtzufinden, Tätigkeiten, die soziale und emotionale Intelligenz erfordern und kreative Tätigkeiten. Zudem ist es in der Debatte sinnvoller nicht von kompletten Jobs zu sprechen, die wegfallen werden, sondern von Tätigkeitsfeldern innerhalb einer Jobbeschreibung, was dann die Kapazität für neue Tätigkeitsfelder öffnet. (vgl. Frey, Osborn 2013)

Die Angst vor nicht abzuschätzenden Folgen dieser Entwicklung führt zu vielen Spekulationen.

“Auf widersprüchliche bzw. paradoxale Effekte der Einführung und der Nutzung digitaler Technologien weisen seit längerem die Arbeitswissenschaften und die arbeitspsychologischen Forschungen hin. Sie zeigen, dass mit fortschreitender Automatisierung und der damit verbundenen Steigerung der Komplexität der Systeme oftmals nur mehr eine begrenzte Beherrschbarkeit der Technologien, damit ein hohes funktionales und ökonomisches Störpotential und unkalkulierbare Anforderungen an das Arbeitshandeln einhergehen.” (Hirsch-Kreinsen 2015, S. 16)

Brzeski und Burk sprechen in ihrer Studie von 2015 “Die Roboter kommen – Folgen der Automatisierung für den deutschen Arbeitsmarkt”, davon dass auch in Deutschland zunehmend Tätigkeiten aus dem administrativen Bereich wie Büro- oder Sekretariatsaufgaben und Hilfstätigkeiten wie Post- und Zustelldienste sowie Tätigkeiten in der Lagerwirtschaft, im Verkauf oder im Bereich der Gastronomie „robotisiert“ werden. „Folgt daraus nun zwingend die menschenleere Fabrik? Nein. Die Industrie 4.0 funktioniert nämlich nur durch vernetzte Kommunikation, welche neue Herausforderungen mit sich bringt und neue Standards in der Netzwerkkommunikation setzt. Dadurch wird die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine gefördert. So werden viele neue Arbeitsplätze entstehen, die sich an die veränderten Umstände anpassen.“ (Brzeski, Burk 2015)

Dr. Georg Jochum, der den Lehrstuhl für Wissenschaftssoziologie an der TU München inne hat, interpretiert die Studie von Brzeski und Burk in seinem Vortrag „Nachhaltige Arbeit und New Work – Ist die sozial-ökologische Transformation der Arbeitsgesellschaft möglich?“ auf den Wissenschaftstagen 2018 in München als „Kybernetisierung von Arbeit“. So spricht er von einer zunehmenden Fremdsteuerung im Rahmen einfacher Tätigkeiten durch kybernetische Technologien, wie beispielsweise durch Smart Glases oder Smart Gloves, die bei Lagerarbeiten zum Einsatz kommen und deklariert diesen Trend als „digitalen Taylorismus“. Er befürchtet durch die zunehmende Verknüpfung von Selbststeuerung und kybernetischer Fremdsteuerung z. B. im Rahmen von Crowdworking die Entstehung eines digitalen Prekariats.

Zudem plädiert er ausdrücklich für eine Bewusstseinsschärfung des Nachhaltigkeitsbegriffs im Kontext „Arbeit“: Digitalisierung und neue Technologien bedeuten nicht nur Freiheit, Flexibilität, zunehmend einfachere Kommunikationsmöglichkeiten und den Zuwachs von Information, sondern auch einen zunehmenden Bedarf an Konfliktmetallen, aus denen diese Technologien bestehen und einen wachsenden Energieverbrauch der häufig in Vergessenheit gerät. Grade mit Blick auf die Globalisierung ist nicht nur jeder Einzelne vom Wandel betroffen sondern auch aufgerufen in die Verantwortung zu gehen und den Wandel aktiv mitzugestalten.

New Work bei think tank

Natürlich ist die Zukunft nicht vorhersehbar, die Wahrheit liegt wohl irgendwo zwischen den Extremen – zwischen flexiblen, kreativen crowdworking digital Natives, die ihre Arbeit glücklich umherhüpfend auf einer Südseeinsel verrichten, auf der einen Seite und von Robotern kontrollierten Cyborgs, die als menschliche Sklaven der Maschinen trostlos am Fließband im Regen stehen, auf der anderen Seite.

Wir bei think tank haben unseren ganz eigenen „New Work Weg“ gefunden: wir füllen unser Creative Spaces mit Klebefolien auf denen all die bunten, crazy Ideen stehen, die nur so aus uns heraussprudeln und nehmen uns die Zeit, uns damit zu beschäftigen und sie voranzutreiben. Wir genießen den Freiraum von Home Office und Desk Sharing und die Möglichkeit uns an Testprojekten auszutoben und ständig Neues dazuzulernen.

Und läuft man hier einem Kollegen oder einer Kollegin auf dem Flur übern Weg, dann tendenziell glücklich hüpfend, mit einem Grinsen im Gesicht – ein gutes Zeichen.

 

 

 

Quellen:

Brzeski, Carsten; Burk, Inga (2015): Die Roboter kommen – Folgen der Automatisierung für den deutschen Arbeitsmarkt. Studie von ING DIBA. Online verfügbar unter https://www.ing-diba.de/binaries/…/ing-diba-economic-analysis_roboter-2.0.pdf, zuletzt geprüft am 13.11.2018

 

Frey, Carl Benedikt; Osborn, Michael A. (2013): The future of employment: how susceptible are jobs to computerisatoin? Studie. University of Oxford.

 

Hirsch-Kreinsen, Hartmut (2015): Digitalisierung von Arbeit: Folgen, Grenzen und Perspektiven. Soziologisches Arbeitspapier. Technische Universität Dortmund, Dortmund. Online verfügbar unter http://www.wiwi.tu-dortmund.de/wiwi/de/forschung/gebiete/fp-hirschkreinsen/forschung/soz_arbeitspapiere/AP-SOZ-43.pdf, zuletzt geprüft am 04.04.2015.

 

Die Initiative Intelligente Vernetzung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) sucht innovative Strategien, Konzepte und Projekte zum Thema Smart Cities und Smart Regions, um den digitalen Wandel in Städten voranzutreiben. Die drei besten Beiträge erhalten die Möglichkeit, Ihre Projekte auf der Bundeskonferenz “Stadt.Land.Digital” Anfang 2019 in Berlin vorzustellen, sowie eine Smart-City-Reise zu gewinnen.

Gesucht werden „Konzepte, die darauf abzielen, Städte und Regionen menschenfreundlicher, effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und lebenswerter zu gestalten“.

Unser Team der Digitalen Produktentwicklung war davon sofort inspiriert, denn es ist unsere Motivation, digitale Produkte zu entwickeln, welche die Lebensqualität der Menschen verbessern.

Unseren „Human-Centered“ Design Thinking Ansatz im Gepäck, haben wir uns auf die Reise gemacht, ein innovatives Konzept zu erarbeiten.

 

Das „DigiForum München“: Smarter Together

Das Ergebnis unseres Konzeptes ist ein Prototyp für das „DigiForum München“ in Form einer Mobile App. Ein kurzes Video dazu visualisiert die wichtigsten Features.

>> Hier geht’s zum Video

 

 

Die wichtigsten Fakten sind hier nachzulesen:

Hintergrund:

Hauptziel von Bürgerforen, Bezirksausschüssen und Bürgerversammlungen ist die Einbindung der allgemeinen Öffentlichkeit in Entscheidungsprozesse.

Hier hat die Politik die Gelegenheit die Bedürfnisse, Nöte, Mängel oder auch einfach nur gute Ideen ihrer Bürger aufzunehmen und darauf zu reagieren.

Unser Ansatz:

Eine digitale Plattform zu schaffen, die dieses so wichtige Instrument für mehr Bürgernähe unterstützt.

Strategie:

Mit dem digitalen Bürgerforum sollen alle Bürger der Stadt ein Sprachrohr und Mitsprachrohr für Ihre Ideen und Bedürfnisse bekommen.

Die Stadtpolitik hat mit dieser Plattform die Möglichkeit, objektive Auswertungen über die wirklichen Nöte der Bürger zu erhalten, gute Ideen aufzunehmen und eine Bühne zu schaffen, um Fortschritte und umgesetzte Ideen präsentieren zu können.

München ist zusammen mit Lyon und Wien als eine von drei Städten von der EU ausgewählt um zukunftsweisenden Smart City Lösungen zu erproben.

Das „DigiForum München„ fügt sich unserer Auflassung nach hervorragend in das „Smarter Together“ Projekt und könnte perspektivisch in die München.de Plattform integriert werden.

Mehrwert des Projektes für die Bevölkerung:

Zentrale digitale Plattform für einen sachlichen Austausch zur Stadtentwicklung mit anderen Bürgern, Vereinen, Institutionen und der Stadtpolitik

Die App/Internetseite wird in München.de integriert und erreicht damit bereits zu Beginn viele Münchner und Münchnerinnen

Als digitale Ergänzung und damit für den Bürger leicht zugängliche Plattform zu Bürgerforen, Bezirksausschüssen und Bürgerversammlungen

Das zugrundeliegende Rollen und Rechtekonzept gewährleistet, dass nur registrierte Bürger Themen anlegen, Feedback (Kommentare) zu Projekten hinterlassen und für Themen abstimmen (Icon Hand heben) können. Zudem können sie Informationen zu den Autoren einsehen. Nichtregistrierte Bürger können Themen, Projekte und Kommentare lesen.

Die Anwendung wird moderiert, um unsachliche Beiträge und Kommentare zu verhindern.

Der Status der einzelnen Projekte kann jederzeit eingesehen werden.

Transparenz darüber welche Themen die echten Herzensthemen der Bürger sind.

Die Stadtpolitik kann die dringlichsten Themen priorisieren.

Lieber Leser, wenn Dir unser Konzept gefällt, dann freuen wir uns über Dein Voting auf der Open Innovaton Plattform des BMWi:

>> Hier geht’s zum Voting (Registrierung notwendig)

Smart Digital Product & Service Design

Unsere Innovationsteams setzen für die Entwicklung derartiger Konzepte auf die Design Thinking Methode. Zunächst werden „Pain Points“ identifiziert und Empathie für die Sorgen und Nöte der Menschen geschaffen. Methodisch wird in diesem Rahmen mit qualitativen Interviews, Personas oder Empathy Maps gearbeitet. Erst danach geht man in die „Ideation“ Phase über, um eine breite Masse von Ideen zu generieren und einen Ansatz anschließen zu iterieren und in Form eines Prototypen greifbar zu machen. Einen ausführlichen Bericht zum Thema Design Thinking in der Softwareentwicklung finden Sie hier.
 

Quelle:

https://www.oip.netze-neu-nutzen.de/home/

Wir, von think tank, waren dabei; beim zweiten Münchner Digital Dialog – Bayern digital, Zukunft gestalten. 

Neben Speakern wie, Christoph Weigler (Chef Uber Deutschland), Jens Monsees (CDO BMW) sprach auch Dr. Gudrun Socher von der TU München über Ihre Definition des Begriffes „Digitalisierung“. Sie erwähnte in diesem Zusammenhang sehr oft die „digitalen Helferlein“, welche immer mehr unseren Alltag beeinflussen. Diese zeichnen sich nicht durch die Umwandlung von analogen in digitale Signale aus, sondern durch; die sinnvolle, sichere Kombination aus digitalen Signalen, Schnittstellen und Daten. “

Ich habe Ihren Vortrag als Anlass genommen, um mir selbst Gedanken über eine Definition zu machen. Was ist Digitalisierung? Was ist der Unterschied zu digitaler Transformation? Gibt es überhaupt einen?

Einen mögliche Antwort lieferte mir das Buch von Kurtz Matzler, Franz Bailom u.a., Digital Disruption – Wie Sie Ihr Unternehmen auf das digitale Zeitalter vorbereiten.

Während es bei der Digitalisierung um den Einsatz von Technologien bei der Abwicklung des aktuellen Geschäftsmodells oder der innerbetrieblichen Abläufe geht ist eine Transformation viel tiefgreifender und erschütternder. Nicht jeder, der digitalisiert, durchlebt auch eine Umgestaltung.

Stufe 1: Das digitale Produkt

Der erste kleine Schritt in Richtung Transformation ist das digitale Produkt. Alles was Daten sammeln kann, sammelt; Laufschuhe, Trainingsbälle, Kaffeemaschinen oder Produktionsmaschinen. Die Welt wird SMART. Die Ausstattung mit Sensoren ist relativ einfach und kostengünstig. Doch wozu die Datenflut?

Stufe 2: Automatisierung von Prozessen und Entscheidungen

Stufen
 
Sie ist notwendig um die zweite Stufe der Digitalisierung zu erklimmen. Die Automatisierung von Prozessen und Entscheidungen. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und BigData können die Effizenz gesteigert und Kosten gesenkt werden. Echtzeitdaten werden für die Optimierung von Produktionsabläufen (JustInTime) oder für Vorhersagen von Reparaturen (Predictive Maintance) genutzt. Allerdings ist Ausbaustufe zwei noch nicht der Höhepunkt.

Stufe 3: Neue Business Modelle

Die Umstellung des Geschäftsmodells auf ein digitales mit digitalen Ertragslogiken führt zu neuen Wertschöpfungspotentialen. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz werden Informationen gewonnen, welche als Grundlage für neue digitale Services genutzt werden können.

Neue Informationen + neuer Kundennutzen = neue Ertragslogik.

Die Digitalisierung erreicht erst in Stufe drei ihre volle Wirkungsweise und kann erst dann als Transformation bezeichnet werden.

Der Wandel betrifft alle Branchen

Der Vortrag von CDO Monsees machte es deutlich. Auch die Automobilbranche muss sich transformieren, um nicht zum Hardwarelieferanten, mit niedriger Wertschöpfung, zu verkommen.

Car as a Service und Mobility as a service sind für BMW ein völlig neuer Absatzmarkt, der immerhin das Potential für 70 Millionen neue Kunden bietet.

Die Mobility Open Blockchain Initiative (kurz MOBI) ist eine weitere Konsequenz der Notwendigkeit zur Transformation. Insgesamt 70 % des Automobilmarktes sind in der Foundation vertreten, deren Ziel es ist, zukunftsfähige Standardlösungen auf Blockchain-Basis zu entwickeln.

Christian Weigler, als Uber-Chef Deutschland, kennt sich wahrscheinlich am besten von allen mit dem Thema Transformation aus. Kein Unternehmen hat eine derartige Metamorphose durchlebt wie der ehemalige Limousinenanbieter. Uber ist mittlerweile der größte Taxianbieter und eroberte von San Francisco aus die ganze Welt.

Es gibt bereits heute viele verschiedenen UBER-Ausprägungen wie: uberPOOL, uberMILITARY, uberGREEN, uberEATS, uberFREIGHT und bald auch uberAIR? Bei uberWEDDING gaben sich in San Francisco acht Paare das Ja-Wort und wurden sogar vom Gründer Travis Kalanick getraut. Ich würde mich auch nicht wundern, wenn es bald uberBIRTH gibt, denn einige Babys erblickten in einem uber-Taxi das Licht der Welt.

Merkmale disruptiver Transformationen

Viele Transformationen haben ihren Ursprung in einer Nische (bzw. in San Francisco), wo sie von den Großen nicht entdeckt wurden. Ihre Wertschöpfung basiert auf einer Plattformökonomie bei der eine Monopolbildung durch den Netzwerkeffekt erreicht werden kann.

Je mehr Menschen Uber nutzen, umso attraktiver wird die Nutzung für jeden einzelnen. Der Zugang zu Ressourcen ist wichtiger für den Erfolg als der eigentliche Besitz. Geschäftsmodelle auf dieser Basis haben das Potential exponentiell zu wachsen.

Ein weiteres Merkmal ist die Personalisierung und Regionalisierung. Während im Zeitalter der Industrie alle Produkte standardisiert wurden, um möglichst effizient zu produzieren, sind die Geschäftsmodelle heute darauf angewiesen, möglichst individuell zugeschnitten zu sein. Amazon hat das längst erkannt. Ein Drittel seines Gesamtumsatzes resultiert aus individualisierten Kaufempfehlungen.

Der Höhepunkt des Digitaldialogs war für mich der Vortrag des Süddeutsche Kolumnisten, Dirk von Gehlen. Er sprach davon, dass in Zeiten der Digitalisierung die Überforderung der default-Modus sei und wir uns lediglich eine Überforderungsbewältigungskompetenz  aneignen müssten.

Ähnlich wie der „Shruggie“; einem pragmatischen, japanischen Emoji, dem es egal ist, wenn es nicht auf alle Fragen eine Antwort weiß und das einer “immer-komplexer werdenden Welt” mit einem Schulterzucken begegnet.

 

Quellen:

Kurtz Matzler, Franz Bailom u.a., „Digital Disruption – Wie Sie Ihr Unternehmen auf das digitale Zeitalter vorbereiten“ Dirk von Gehlen, http://www.deutschlandfunkkultur.de/dirk-von-gehlen-ueber-das-pragmatismusprinzip-mehr.1008.de.html?dram:article_id=408119.

 

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