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Warum verläuft die Digitalisierung in Deutschland so stockend?Hintergründe, Ursachen und Lösungsansätze

Florian Schnappinger13. Juli 2022
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Corona hat in einigen Bereichen für einen Digitalisierungsschub gesorgt, doch insgesamt hinkt Deutschland bei der Digitalisierung weiterhin hinterher. In einer Studie des Berliner European Center for Digital Competitiveness (ECDC) landete die Bundesrepublik unter den digitalen Aufsteigern der G20-Staaten nur auf dem 17. Platz. Warum tut sich Deutschland bei der Digitalisierung so schwer?

Was bedeutet Digitalisierung: eine Begriffsklärung

Zunächst einmal eine Begriffsklärung: Was genau versteht man unter Digitalisierung? Digitalisierung betrifft jeden in der Gesellschaft, aber vor allem auch die Wirtschaft. Hier spricht man von der digitalen Transformation oder dem digitalen Wandel. Gemeint sind dabei Veränderung von Prozessen, Arbeitsformen, Kundeninteraktionen, Produkten, Dienstleistungen und kompletten Geschäftsmodellen. So wurde die Kommunikation während der Corona-Krise in Online-Plattformen verlegt oder Unternehmen entwickeln Apps, um ihre Dienstleistungen auch dort anzubieten.

Spitzenreiter und Schlusslicht bei der Digitalisierung

Sieht man sich diese Beispiele an, verwundert es nicht, dass es beim Stand der Digitalisierung in Deutschland sowohl bei den Branchen als auch bei den Unternehmensgrößen große Schwankungen gibt. Insgesamt ist bei den meisten Branchen und Unternehmensformen jedoch ein Aufwärtstrend festzustellen.

Spitzenreiter bei den Branchen sind die Informations- und Kommunikationsbranche, gefolgt von Fahrzeug- und Maschinenbau sowie unternehmensnahen Dienstleistern. Bei der Unternehmensgröße liegen Unternehmen mit einer Größe von über 250 Mitarbeitern mit einem Digitalisierungsindex von 205,2 vorn. Rückläufig ist der Wert bei den mittleren Unternehmen (125,4 auf 119,4), Unternehmen mit 1 – 49 Mitarbeitern konnten ihren Digitalisierungsgrad zwar steigern, liegen aber immer noch nur bei 93,9. Grundlage für den Digitalisierungsindex sind 50 Indikatoren wie z B. die Digitalisierung von Prozessen oder Humankapital.

Ziele der digitalen Transformation

Klar ist jedoch, dass die Notwendigkeit des digitalen Wandels in den Köpfen angekommen ist und dass Unternehmen begonnen haben, an ihrer Transformation zu arbeiten. So verfügen inzwischen insgesamt 83% der Unternehmen über eine Digitalisierungsstrategie. Allerdings gibt ein Drittel der Befragten immer noch an, keine zentrale Strategie für die Digitalisierung zu haben, was sich langfristig auf die Erfolgschancen der Unternehmen auswirken kann.

Hauptmotive für die Digitalisierung sind laut einer Studie der DIHK unter etwa 3500 Unternehmen vor allem die strategische Unternehmensentwicklung und Effizienzsteigerungen durch Kostensenkung (jeweils 57 Prozent). Auf Platz zwei liegt die Erhöhung der Kundenbindung (53 Prozent), gefolgt von der Flexibilisierung der Unternehmensprozesse bzw. Workflows (52 Prozent).

Hauptgründe für die Probleme bei der Digitalisierung

Dass Digitalisierungsprojekte dennoch scheitern oder gar nicht erst angegangen werden hat vielfältige Gründe. So scheuen gerade mittelständische und kleine Unternehmen laut einer Umfrage der DIHK die hohen Investitionskosten. An erster Stelle steht jedoch die Komplexität, die Unternehmen bei der Umsetzung vorhandener Systeme und Prozesse sehen. Dabei spielt natürlich auch das Humankapital eine Rolle. Wie bereits bei Digitalisierungsindex sieht man auch hier wieder, dass das Knowhow für die Umstellung von Prozessen oder Geschäftsmodellen in den Unternehmen fehlt und eingekauft oder durch Weiterbildungsmaßnahmen geschaffen werden muss.

Auf weitere Gründe für das Scheitern so manches Digitalisierungsprojekts geht eine Studie des d.velop blogs ein. Ein großes Thema sehen die Befragten darin, dass sich die Digitalisierung bei jedem Unternehmen anders auswirkt und eine klare Anforderungsdefinition über alle Abteilungen und Bereiche des Unternehmens hinweg schwierig ist. Gut ein Drittel gab zudem an, dass sie methodische Umsetzungsprobleme haben, da ihnen die für den Wandel wichtige agile Arbeitsweise nicht vertraut ist und die Umstellung deshalb nicht gelingt.

Lösungsansätze: Einsatz von Beratern und Nearshoring

Wie so oft ist es schwierig, sich aus sich heraus zu ändern und einen Wandel zu vollziehen. Gerade im Bereich Digitalisierung und Agilität ist es deshalb sinnvoll externe Berater zu engagieren und sich so das fehlende Knowhow einzukaufen. Mit Expertenaugen und dem notwendigen Abstand gelingt so, woran interne Mitarbeiter beinahe nur scheitern können: eine genaue Analyse der Ist-Situation mit einem Fahrplan, wie Unternehmen die Digitalisierung für sich nutzen und ihre Prozesse schrittweise anpassen können.

In Schulungen und Coachings können die Mitarbeiter neue agile Arbeitsweisen lernen und sich mit ihrem Mindset auseinandersetzen, das für diese neue Form der Zusammenarbeit notwendig ist. Um eine Kostenexplosion bei der Anpassung von Prozessen zu vermeiden, die eine neue technologische Lösung benötigen, ist das Outsourcing der IT-Projekte an Nearshoring-Partner eine gute Alternative, da hier die Kommunikation aufgrund einer gemeinsamen Arbeitssprache und ähnlicher Mentalität gewährleistet ist .

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