You may choose not to have a unique web analytics cookie identification number assigned to your computer to avoid the aggregation and analysis of data collected on this website.
To make that choice, please click below to receive an opt-out cookie.

Information Security

re:work Cyber Security und Social Scoring – Austausch im Open Space

Für unser drittes Event zur MucDigital, haben wir uns für das Format „Open Space“ entschieden. Sollte das für den ein oder anderen kein Begriff sein – kein Problem! – schnell erklärt: die Open-Space-Methode, ist ein Verfahren zur Moderation innerhalb großer Gruppen. Das Konzept erinnert an den Stehtisch in der Küche – jeder kann ein Thema einbringen, jeder kann die Moderation übernehmen, jeder kann zu einem anderen Tisch wechseln, wenn er dem Thema nichts mehr abgewinnen kann. Die Methode basiert auf den Grundwerten „Freiheit“ und „Selbstbestimmung“ und besteht darauf, dass die Gemeinschaft in Ihrer Entwicklung auf den Beitrag und das Mitdenken eines jeden Einzelnen angewiesen ist. Jeder kann sofort in die Diskussion einsteigen und mit seinem Wissen einen wertvollen Beitrag leisten (vgl. bildungsagenten.org).

Unsere Ausgangssituation war folgende:

drei Räume

12 Teilnehmer

Zeitlich war eine dreiviertel Stunde pro Runde, insgesamt zwei Runden angesetzt.


Nach fünf Minuten Brainstorming darüber, was spannende Themen sein könnten, kamen folgende Zettel auf dem Flipchart zusammen:

Social Scoring in Unternehmen – Beispiel IBM

Data Privacy versus Intellectual Property

Der gläserne Bürger

Cyber Security in Unternehmen


Und los geht’s!

Jeder lief in den für sich auserwählten ersten Raum und die Diskussionsrunden konnten starten.

Unterstützend für das Thema „Social Scoring in Unternehmen – Beispiel IBM“ wurden Folien an die Wand geworfen. Und schon kamen viele, viele Fragen auf: „Warum denken viele, das Social Scoring schlecht ist, gibt es nicht auch positive Seiten?“ „Welche Daten werden wirklich gemessen?“ „Wie verhindert man Manipulation?“ „Was ist der Vorteil für das Unternehmen?“ „Und was ist der Vorteil der Mitarbeiter?“ „Wie programmiert man das?“ „Und was sagt der Datenschutz dazu?“ „Ist das überhaupt erlaubt?“ ….

Vertreter verschiedenster Meinungen hatten nun die Möglichkeit, neue Argumente anzubringen, aber auch neu Ansichten und Einsichten zu erfahren. Auch für Neulinge in dem Thema, lieferte das Format „Open Space“ eine tolle Gelegenheit sich in das Thema einzuarbeiten.

Parallel zu dieser Veranstaltung fand eine Diskussion zu dem Thema „Data Privacy vs. Intellectual Property“ statt. Die Kernfrage zu diesem Thema war: Wie kann man den Datenschutz gewährleisten und zugleich den Freiraum des geistigen Eigentums schützen?

Das Datenmanagement und die Aufbewahrung der Kunden- und Mitarbeiterinformationen sind heute von grundlegender Bedeutung für das Wohlergehen von Unternehmen, zumal Kundeninformationen eines der wertvollsten Vermögenswerte der meisten Unternehmen sind. Datenschutzrichtlinien können jedoch auch unbeabsichtigt dazu führen, dass Bemühungen zur Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums behindert werden. In verschiedensten öffentlichen Debatten und Rechtsstreitigkeiten kam es schon zu Spannungen zwischen Vorgaben zum Datenschutz und der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums. Diese Themen stehen sich teilweise konträr gegenüber und lösten auch in unserem Open Space eine hitzige Debatte aus – bei der es natürlich kein richtig oder falsch gab.
Runde zwei:

Wie es der Zufall wollte, kamen nach und nach alle Teilnehmer für die letzte Runde in einem Raum zusammen und eine spannende Diskussion startete zum Thema „der gläserner Bürger“. Schnell wurden viele Vor- und Nachteile genannt und Risiken diskutiert. China als Referenzland war dabei, Blockchain, Cloud und Kryptowährung wurden angesprochen. Die Diskussion entwickelte sich bis hin zur Frage, welche, beziehungsweise ob Fotos der eigenen Kinder geteilt werden sollen und wenn ja auf welchen Plattformen oder in welchem Umfang das legitim wäre.

Alles in allem waren alle Teilnehmer sehr zufrieden mit dem Format – sowohl mit den gefundenen Themen, als auch mit den Antworten. Die bunte Mischung aus Experten, Neulingen und allem dazwischen, hat den spannenden Pfiff von Anfang bis Ende erhalten. Wir freuen uns auf das nächste Open Space!

Quellen:
Ideenwerkstatt Bildungsagenten, „Open-Space – Die Kraft der Teilnehmer entfalten“
Unter: https://bildungsagenten.org/open-space-methode/ zuletzt geprüft am 31.07.2019

Tobias Wild

Tobias Wild ist Consultant im Information Security Bereich. Ebenfalls ist er der interne Informationssicherheitsbeauftragte bei think tank, was zeigt das er die Informationssicherheit sehr ernst nimmt. Zielstrebig treibt er das Unternehmen ISO 27001 konform.